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Individuelle Konsultationen für Kinder und Jugendliche mit Typ 1 Diabetes und für Ihre Familien

Mit einer ärztlichen Verordnung bezahlen die Krankenkassen diese Leistungen aus der Grundversicherung:

  • Diabetes- und Ernährungsberatungen für das Kind, seine Familie und sein Umfeld, mit einer regelmässigen Betreuung seit der Krankheitsdiagnose
  • Informieren der verschiedenen Einrichtungen der Kinderbetreuung : Kindergarten, Kinderkrippe, Tagesmutter, ausserschulische Betreuung
  • Informieren der Lehrerschaft des Kindes sowie seiner Mitschülerinnen und Mitschüler zu Beginn des Schuljahres oder bei Feststellung der Diagnose
  • Vorbereitungen für Schullager und -ausflüge in Zusammenarbeit mit der Schule
  • Diverse Veranstaltungen und Ateliers für Kinder und Jugendliche mit Diabetes

Soweit möglich, werden die Konsultationen in unseren Räumlichkeiten durchgeführt. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass unsere Ernährungsberaterinnen das Kind zu Hause oder in der Schule aufsuchen.

 

 

Ein neues Werkzeug für Freiburger diabetische Schulkinder

Für mehr als 47 000 Kinder hat im Kanton Freiburg die Schule wieder begonnen. Zwischen 50 und 70 dieser Schülerinnen und Schüler leiden an Diabetes.

Die Betreuung eines Schulkindes mit Diabetes wirft für die Schule und für die Eltern eine ganze Reihe von Fragen auf, zum Beispiel: Kann das diabeteskranke Kind die Pausenmahlzeit eines Schulkollegen oder einer Schulkollegin teilen? Wer erinnert das Kind daran, vor der Sportstunde zu essen? Wer übernimmt die Notfall-Injektion bei akuter Unterzuckerung? Wenn die Lehrperson krank ist, wer sorgt dafür, dass die Stellvertretung über das diabeteskranke Kind informiert ist?

Seit diesem Jahr stellt die Fachstelle Gesundheit in der Schule des Kantons Freiburg ein «Protokoll zur Aufnahme eines diabeteskranken Kindes» (PAD) zur Verfügung. Dieses Formular wird zu Beginn des Schuljahres von den Eltern, den Lehrpersonen, der Schulleitung und der Diabetesfachberaterin gemeinsam ausgefüllt. Festgehalten werden Details zur Therapie, Angaben zum Aufbewahrungsort der Medikamente und des Notfallsets für die Glucagon-Injektion, die Verantwortlichkeiten aufseiten der Eltern, Schule und Diabetesfachberaterin sowie die Abläufe, die es bei bestimmten Aktivitäten einzuhalten gilt, etwa im Sportunterricht, bei Kochaktivitäten und gemeinsamen Essen, bei Ausflügen und Klassenlagern. Das PAD enthält zudem ein Notfallprotokoll zu Über- oder Unterzuckerung, das von allen involvierten Personen vervollständigt und genehmigt wird.

Für Virginie Soldati, Diabetesfachberaterin bei diabetesfreiburg und Initiantin dieses Projekts, ist «die Einführung des PAD ein wichtiger Schritt: Dieses Protokoll erhöht die Sicherheit des diabeteskranken Kindes und klärt die Verantwortlichkeiten und Aufgaben der Eltern und Lehrpersonen.»

Hier gehts zur deutschen Fassung des PAD